Januar 15, 2015

10 Tipps für Startups

10 Tipps für Startups

Der Anteil deutscher Startups stieg in den letzten 3 Jahren kontinuierlich an. Doch immer wieder treffen wir Gründer, die mit ähnlichen Problemen zu tun haben.

1. Gründer
Ist Ihnen aufgefallen wie viele erfolgreiche Startups aus nur einem Gründer bestehen? Selbst bekannte Unternehmen haben selten nur einen Geschäftsführer.
Zu aller erst: Es ist nicht unbedingt ein Vertrauensbekenntnis. Der Gründer hat keinen Geschäftspartner an seiner Seite mit dem er sich austauschen kann. Gerade die Freunde, die einen am besten kennen, sollten seine Ansprechperson sein, wenn es um geschäftsrelevante Themen geht.
Darüber hinaus ist es ein Akt der Anstrengung, ein Startup alleine hoch zu ziehen. Alle wichtigen Aufgaben fallen auf eine Person zurück. Ein zweiter oder dritter Gründer hilft nicht nur bei Aufgaben wie Brainstorming oder die richtigen Entscheidungen treffen. Gerade der esprit de corps treibt das Startup in einer Art an, das sämtlichen wirtschaftlichen Regeln wiederspricht.

2. Niche
Die meisten Startups haben oft ein und das selbe Problem. Sie haben sich eine Nische ausgesucht, deren Markt zu klein ist, in der Hoffnung auf keinen Mttbewerber zu stoßen.
Als 7-jähriger Junge bin ich damals beim Basketball spielen, den Bällen ausgewichen, wenn sie auf mich zugeflogen sind. Oft hab ich mein Gesicht weg gedreht und meine Hände davor gehalten, in der Hoffnung den Ball doch noch zu fangen.
Wenn ein Startup in einem zu kleinen Markt verucht Fuß zu fassen, dann ist das mit meiner damaligen Taktik im Baskektball vergleichbar.
Solange Startups Ihre Sache richtig machen, solange wird es auch Wettbewerber geben, denen man sich stellen muß. Viele Startups haben großartige Ideen, gehen jedoch den sichereren Weg, indem Sie Ihre Idee auseinander nehmen und auf eine bestimmte Nische reduzieren.
Ein Tip: Denken Sie über Ideen nach, ohne sich selbst darin zu sehen. Was wäre eine tolle Startup Idee, wenn es jemand anderes machen würde.

3. Idee
Viele der Startup Ideen sind immer wieder Kopien bereits bestehender, erfolgreicher Startups. Die Gründer erhoffen sich schnellen Erfolg, da das Konzept bereits funktioniert. Wenn Sie andere Startups vergleichen, werden sie feststellen, das die Erfolgreichsten unter Ihnen, keine Imitationen von anderen Startups sind. Diese Ideen entstanden häufig als Problemlösung, das von  Gründern erkannt wurde.
Die besten Ideen entstehen wenn Sie jemanden persönlich betreffen. Apple entstand, weil Steve Wozniak einen Computer wollte, Larry und Sergey konnten bestimmte Informationen nicht finden, Hotmail weil Sabeer Bhatia und Jack Smith keine Emails während der Arbeit schreiben konnten.
Achten Sie auf Dinge, über die sich Ihre Kollegen, Freunde oder Verwandte beschweren, aus denen ein Idee, ein Lösungsanstatz entstehen kann. Welcher dieser Punkte würde Ihnen im Alltag oder im Geschäftsleben helfen?

4. Eigensinn
Ein Startup entsteht aus einer Idee die zu einer Vision wird. Diese Vision gilt es zu verfolgen und alle nötigen Schritte um zu setzen. Hier ist der Eigensinn der Gründer gefragt.
Jedoch birgt dieser Ansatz auch Gefahren. Während man bei einer Olympiade nach der Goldmedallie strebt, wo das Ziel klar definiert ist, sollten Startups aufgeschlossener und flexibler sein.
Ein Startup ist wie eine Wissenschaft die sich im Laufe der Zeit entwickelt.
Die Gründer sollten nicht zu sehr an der ursprünglichen Idee festhalten, da das Konzept sich durch äußere Faktoren ändern kann oder der Ansatz grundsätzlich falsch ist. Die meisten Startups sind häufig mit einem anderen Konzept erfolgreicher, als mit dem, mit dem Sie ursprünglich gestartet sind. Gründer müssen für neue Wege und Richtungen Ihrer Vision offen sein, wenn sich Ihnen die Chance bietet.
Jedoch bedeutet der Spurenwechsel nicht, das man seine Vision jede Woche aufs Neue überprüfen muss. Fragen Sie sich, welche der Änderungen, die Sie aufgenommen haben, die meisten Fortschritte gemacht haben. Sollten Sie dabei immer wieder von vorne anfangen, dann wissen Sie, das der Ansatz nicht richtig ist.
Ein weiterer guter Ratgeber sind Ihre User bzw. Ihre Kunden. Binden Sie so viele Nutzer wie möglich in den Änderungsprozess mit ein. Sollte das Feedback positiv sein, sind sie auf dem richtigen Weg.

5. Der Launch
In den letzten Jahren konnte ich immer wieder feststellen das der Launch eines Startup-Produkts oder einer Dienstleistung zu den schwierigsten Aufgaben gehört. Meistens ist das Produkt oder die Dienstleistung zu 85% fertig oder befindet sich seit ca. 6 Monaten im Beta Stadium.
Dabei fallen immer wieder die gleichen Ausreden auf, weshalb der Launch sich verzögert. Die meisten davon spiegeln sich in den Gründerpersonen wieder, die Sie im alltäglichen Leben verwenden.
An dieser Stelle möchte ich meinen Prof. Herr Friedrichsen danken, der mich damals all zu oft ins kalte Wasser warf.
Das Produkt wird nie vollständig fertig sein. Deswegen ist es von großer Bedeutung, das der Launch terminiert wird und auch zu diesem Zeitpunkt stattfindet. Nur dann haben Startups die Möglichkeit zu sehen, wie Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung angenommen wird und in welche Richtung das Ganze geht.

6. Investition
Die Investition in ein Startup ist ein wichtiger Bestandteil der Gründungsphase. Die Frage, die sich dabei häufig stellt ist, wie hoch die Investitionssumme sein soll. Den Gründern und Mitarbeitern steht ein definierter Zeitrahmen zur Verfügung, Ihr Startup gewinnbringend aufzubauen und zu positionieren. Um das Ziel zu erreichen sollte ein gewisses Kapital zur Verfügung stehen mit dem das Unternehmen arbeiten kann.
Eine kleine Investitionssumme führt oft dazu, das Neugründungen es nicht bis zur nächsten Phase schaffen – dem ROI. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte auch ein Teil Ihres Interesses der Überzeugung des Investors gehören. Dabei sollten Sie mitbendenken, das die benötigte Investition auch für Schritt 2 bzw. dem nächsten Schritt ausreichen sollte – was auch immer Schritt 2 in Ihrem Konzept ist. Hier hilft es sich die Ziele niedriger zu halten, damit Sie flexibler bleiben.
Auf der anderen Seite sind zu hohe Ausgaben einer Investition ein weiteres Problem. Geben Startsups Ihre Investition zu schnell aus, leidet im Nachhinein die Glaubwürdigkeit der Gründer darunter. Der Klassiker für zu hohe Ausgaben sind Personalkosten. Zu Beginn machen viele Startups den gleichen Fehler und stellen zu viele Mitarbeiter ein, was zu zwei Problemen führt:
1) Zu hohe Personalkosten
2) verlangsamt den Arbeitsablauf

7. Mitarbeiter
Seien Sie bei der Wahl Ihrer Mitarbeiter sehr sorgfältig, ganz gleich ob Sie aus der kaufmännischen oder aus der technische Ecke kommen. Sie werden im Laufe der Zeit das richtige Gespühr für die passenden Mitarbeiter finden.
Viele Gründer engagieren Entwickler oder Programmierer um Ihre Idee um zu setzen. Dabei fehlt den Gründern, die kaum mit Programmierung zu tun haben, oft das Wissen, ob der Entwickler fähig ist, die Idee technisch umzusetzen. Das liegt auch daran, das die Auswahl an guten „freiberuflichen“ Programmieren, relativ gering ist, da die besten Programmierer bereits vollzeit beschäftigt sind. Oft tun sich die übrig gebliebenen Entwickler schwer, die Idee der Gründer genau so um zu setzen, während andere Startups teschnisch auf der Überholspur sind. Hilfreich dabei sind Freelancer-Dienstleister wie z.B. Logical Step.
Hier sollten Sie Freunde oder Partner finden, die Ihnen bei der Mitarbeiterwahl behilflich sind. Stellen Sie Mitarbeiter durch Freelancer Verträge ein um Anfangs die Personalkosten zu minimieren. Dadurch stellen Sie gleichzeit fest, welche Mitarbeiter für Ihr Unternehmen arbeiten oder nur für sich selbst.

8. Investoren
Als Gründer müssen Sie Ihre Investoren managen. Viele Investoren haben nützliche Kontakte oder können mit Ihrer Erfahrung Ihrem Startup weiterhelfen, weshalb Sie sie nicht ignorieren sollten. Jedoch sollten Sie nicht den Investor Ihr Unternehmen leiten lassen – das ist Ihr Job.
Falls ein Investor die gleiche Visision gehabt hätte, wie das Unternehmen, das er fördert, wieso gründen die Investoren nicht gleich das selbe Unternehmen.
Wieviel Zeit sie in das Managen der Investoren stecken sollten, hängt davon ab, wieviel Kapital und Zeit die Investoren in Sie gesteckt haben. Nicht selten sichern Investoren sich einen beträchtlichen Teil des Kuchens – Ihres Startups. In diesem Fall wird Ihr Unternehmen teils von Ihnen, teils von den Investoren gesteuert. Versuchen Sie dann Ihre Ziele und Fortschritte so schnell wie möglich zu erreichen, damit die Investoren zufrieden sind und Ihr Geld in guten Händen wissen.

9. Kunden
Ihre Kunden zufrieden zu stellen, sollte eines Ihrer ersten Ziele sein. Ob Ihr Geschäftsmodell dabei das richtig ist, ist eine andere Frage. Wie Sie wissen, sollte das Konzept Ihres Startups flexibel sein, damit sie auf nötge Änderungen schnell reagieren können.
Ihre höchste Priorität sollte zu Beginn Ihren Kunden gelten – vor allem dem ersten Kunden. Wenn Sie es hin bekommen den ersten Kunden von Ihrem Produkt oder von Ihrer Dienstleistung zu überzeugen, dann werden die anderen Kunden (von alleine) folgen. Das Geschäftsmodell Ihres Startsups sollte in diesem Moment zweitrangig sein.
Denn ein Produkt anzubieten das Ihre Kunden benötigen ist weitaus schwieriger, als daraus einen Umsatz zu erwirtschaften. Aus diesem Grund sollten Sie sich die zusätzlichen Funktionen für ein Update bzw. für die Version 2 aufheben und sich mit dem ersten Release auf den Kern Ihres Produkts bzw. Ihrer Dienstleistung konzentrieren.
Was benötigen Ihre Kunden wirklich? Wie hilft Ihr Produkt oder Ihre Dienstleitung dabei?
Für erfolgreiche Startups und heutige Unternehmen sind zufriedene Kunden der wichtigste Faktor in Ihrem Marketingplan.
Google beispielsweise optimierte zuerst Ihre Suchalgorithmen, damit Ihre Treffer einen größeren Wert haben, bevor man sich in Mountain View Gedanken über Einnahmemöglichkeiten und Erlösmodelle machte.

10. Aufgaben
Jeder Gründer wird während der Entwicklung seines Startups mit einer Menge an unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert. Einige davon sind angenehmer Art, andere wiederum will man eher vermeiden. Nichtsdesto trotz kommt man nicht um die unbeliebten Aufgaben herum.
Wie bereits erwähnt kommen die meisten Gründer aus einer bestimmten Richtung, sei es Marketing, Vertrieb oder Technik. Sollte Ihr Partner aus der gleichen Branche kommen, führt kein Weg daran vorbei sich mit Aufgaben zu befassen die notwendig sind, jedoch niemand machen möchte. Um so mehr ist es wichtig, das Sie verstehen, als Gründer eines Startups gleichzieitig mehrere Aufgaben handhaben zu müssen. Ganz gleich ob es Kundeakquise, Projektmanagement oder Programmierung ist – Sie sollten sich mit allen Bereich befassen. nur dann steigen Ihre Chancen Ihr Startup dahin zu bringen, wo es profitabel ist.

App , Marketing , Web
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